Wie Du für Dich das beste Bankkonto findest

von Sanja Plevovic

Viele Themen dieser Zeit beginnen mit den Worten: „Früher war es so und so“. Auch im Bankengeschäft würde das passen. Banken und Sparkassen bemühten sich bis in die 90er Jahre hinein um Privatkunden, und sie überboten sich teilweise mit immer besseren Konditionen. Zwar konnten sie nicht einfach so mehr Zinsen anbieten, dafür gab es hier kostenlose Reiseschutzversicherungen, dort die kostenlose Teilnahme an einer Lotterie – und alle verteilten regelmäßig am 31. Oktober, dem Weltspartag, durchaus werthaltige Geschenke.

Der Unterschied zur heutigen Zeit könnte nicht größer sein. Es gibt wenig, vor dem sich die Banken noch ärger fürchten, als Schulkinder, die mit ihrem Sparbuch in die Filiale marschieren, und ihr Taschengeld einzahlen wollen. Jede dieser Transaktionen bedeutet einen Verlust für die Bank.

Bargeld auf der Bank einzahlen - heute kaum noch möglich, und selten ohne Gebühren

Viel Geld und keine Arbeit

Banken machen dann ihren Schnitt, wenn sie nichts dafür tun müssen – das heißt, wenn Computer und Server die ganze Arbeit übernehmen. Onlinebanking und Bankautomaten sind die eingesetzten Mittel, doch mehr und mehr Banking-Funktionen werden heutzutage von Apps auf Smartphones ausgeführt.

Echte Angestellte einer Bank kommen dann zum Einsatz, wenn große Geldbeträge verschoben werden, wie zum Beispiel bei Firmenkunden oder großen Privatinvestoren.

Das Geld, das man besitzt, ist das Mittel zur Freiheit - dasjenige, dem man nachjagt, das Mittel zur Knechtschaft. (Jean-Jacques Rousseau)

Der Traumkunde einer Bank verkörpert beides: keine Arbeit, aber trotzdem Geld. Kunden, die viel Geld anlegen wollen, aber keine Beratung benötigen, und alle Geschäfte selber abwickeln über die Online-Portale – die sind immer willkommen. Gleichermaßen beliebt sind Privatkunden dann, wenn sie einen hohen Verfügungsrahmen besitzen, der ständig ausgeschöpft, und so oft wie möglich überzogen ist. Dann nämlich fließen stattliche Zinszahlungen an die Bank, was vielen Kunden meist gar nicht bewusst ist.

Unbequeme Kunden

Es ist unbestritten, dass das heutige Leben ohne ein Giro-, oder ein Guthabenkonto nicht mehr denkbar ist. Die meisten Menschen, die Otto-Normalverbraucher, fallen in keine der beiden Kategorien, die oben beschrieben wurden – weder Unternehmer noch Groß-Investor. Wer bietet denen dann ein Bankkonto an, wenn sie keiner will? Damit Du Dich orientieren kannst, bist Du ja auf unserem Portal gelandet. Wir helfen.

Andere Geldquellen

Schon vor Jahren haben Banken damit begonnen, Gebühren für die Führung der Konten zu verlangen. Und darin liegt – wenn Du darüber nüchtern nachdenkst – eine groteske Situation. Noch in den 90er-Jahren buhlten die Banken um Kunden, und jeder Kunde konnte in eine der vielen Filialen marschieren, und sich mit einem echten Menschen unterhalten, meist ohne Wartezeit. Wer seine Einkünfte auf einem Festgeldkonto sparte, erhielt am Ende des Jahres sogar Zinsen, die über der Inflationsrate lagen. Heute ist ein Großteil der Filialen geschlossen, Geschäfte werden wie beschrieben elektronisch abgewickelt, und eigentlich müssten die Banken mit den besten Konditionen nur so um sich werfen, da das Geschäft so einträglich geworden ist – das tun sie aber nicht. Wir werden an anderer Stelle aufklären, warum das so ist.

Dich interessieren die Hintergründe nur am Rande, und vielleicht willst Du einfach bloß wissen, wie Du die beste Bank für Dich findest. Aber da sind wir ja gerade. Banken erheben, so absurd das klingt, für fast alles irgendwelche Gebühren, weil sie ohne gar nicht überleben könnten. Für Dich ist nur wichtig, mit welcher Bank Du am Ende des Monats die wenigsten Kosten hast. Das hängt allerdings davon ab, was Du eigentlich brauchst.

Kundentreue interessiert nicht mehr

Mal angenommen, Du benötigst ein Girokonto, ein Festgeldkonto, eine Kreditkarte, und die Möglichkeit, online mit Aktien zu handeln. Du stellst Dir vielleicht vor, dass es ein Vorteil wäre, alles bei einem Anbieter anzulegen, weil Du dann besondere Konditionen erwarten darfst. Die Wahrheit ist: Pustekuchen. Bei jeder Dienstleistung wägt die Bank ab, was sie daran verdienen kann. Wenn sie keinen Schnitt dabei macht, bist Du nur ein unbequemer Kunde. Falls Du Dich jetzt fühlst, wie eine ausgenommene Weihnachtsgans, dann kannst Du aufatmen, denn genau dieses Prinzip kannst Du auch zu Deinem Vorteil nutzen. Lies weiter!

Gebührenfrei heißt fast nie wirklich gebührenfrei

Ein gebührenfreies Konto bedeutet nichts weiter, als dass Du nicht Monat für Monat einen festen Geldbetrag bezahlen musst. Kostenlos ist es deswegen noch lange nicht. Ob es jetzt zusätzliche Kosten für Online-Überweisungen, Bargeld vom Automaten, oder Kartenzahlungen im Supermarkt sind, irgendwo ist immer ein Punkt versteckt, bei dem Du bluten musst. Spätestens dann, wenn Dein Girokonto überzogen ist, wirst Du auf jeden Fall zur Kasse gebeten.

Die Bank kennt Dein Verhalten nicht, und deshalb spekuliert sie auf das, was Du wahrscheinlich tust. Genau diese Unwägbarkeit auf Seiten der Bank kannst Du für Dich ausnützen. Wenn Dir eine Bank ein Konto ohne monatliche Gebühren anbietet, spekuliert sie darauf, dass Du – vielleicht – regelmäßig Geld am Automaten ziehst, und holt sich von dort ihr Geld. Aber sei ganz ehrlich: Wenn Du nicht häufig auf dem Wochenmarkt oder beim Hofladen einkaufst, kommst Du ziemlich gut über die Runden, ohne jemals einen Geldschein in der Hand halten zu müssen. Einmal im Monat das nötige Bargeld ziehen, und dafür 50 Cent Gebühr bezahlen, ist für Dich ein guter Deal – für die Bank ein schlechter.

Eine andere Bank bietet Dir vielleicht alles gebührenfrei an – vom Konto über Kartenzahlung über Bankautomat über Kreditkarte – und rechnet damit, dass Du Dein Girokonto ab und zu überziehst, worauf dann heftige Sollzinsen fällig werden. Bist Du aber jemand, der so diszipliniert mit seinem Geld umgeht, dass dies nie eintritt, dann hast Du das System für Dich ausgenützt, und lebst mit einem tatsächlich gebührenfreien Konto. Alle anderen, die zum Opfer dieses Geschäftsmodells werden, zahlen dann Deine Gebühren mit.

Die Wahl ist keine Qual mehr

Mit diesem Wissen kannst Du Dich nun ganz bequem an den Schreibtisch setzen, und Dein Verhalten im Umgang mit Geld analysieren. Gehe dabei nach dieser Checkliste vor:

  • Machst Du viele Überweisungen?
  • Benötigst Du Daueraufträge?
  • Vergibst Du SEPA-Bankeinzugsmandate?
  • Willst Du oft Geld ins Ausland überweisen?
  • Ziehst Du häufig Geld am Automaten?
  • Ist Dein Konto dauernd überzogen?
  • Machst Du Überweisungen auf Papier?
  • Benötigst Du oft Bargeld im Ausland?
  • Musst Du regelmäßig Bargeld aufs Konto einzahlen?

Lasse Dir die Gebühren auflisten, dann kannst Du Dir leicht ausrechnen, mit welcher Bank Du am besten fährst. Wenn Dir das zu umständlich ist, dann findest Du hier auf unserer Seite einen Vergleich der besten Anbieter [VERLINKEN!], bei denen wir die Eckdaten schon für Dich recherchiert haben.

Fazit

Jede Bank will Geld von Dir, die einen so, die anderen so. Es gibt niemanden, der etwas zu verschenken hat. Also musst Du Dich informieren, dann kannst Du trotzdem für Dich immer das Beste heraussuchen!

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Sanja Plevovic

Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, wirklich hilfreiche Informationen zu verfassen. Deshalb lehne ich jegliche Werbung in meinen Texten ab.

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