Wozu ist ein Guthabenkonto notwendig - und wann Du es brauchst

von Sanja Plevovic

Es läuft ein Schreckgespenst umher, das heißt „Abschaffung von Bargeld“. Noch ist es zwar nicht so weit, doch sprechen schon viele Politiker davon, Münzen und Scheine vollkommen aus dem Zahlungsverkehr zu streichen, und in Zukunft nur noch Plastik, oder Bits und Bytes zuzulassen. Schock!

Bargeld wird immer seltener

Sicher – noch können wir am Wochenmarkt Zwiebeln und Kartoffeln einkaufen, und schön sauber mit Bargeld bezahlen. Doch anderswo wird das schwierig. Für Onlinegeschäfte benötigst Du immer irgendein Konto. Bargeld wird nicht akzeptiert. Auch wirst Du heutzutage keinen ordentlichen Job finden, bei dem Dir noch eine Lohntüte ausgehändigt wird (das ist ein Briefumschlag mit Bargeld darin) – und das windige Angebot dieses fremden Typen, für den Du Lautsprecherboxen auf der Straße verkaufen sollst, die ‚vom Lastwagen gefallen sind‘, zählt nicht zu den ‚ordentlichen‘ Jobs.

Guthabenkonto - falls es wirklich mal kein Bargeld mehr gibt

Du siehst also, dass in vielen Situationen des Lebens Bargeld nicht mehr weiterhilft. Für den durchschnittlichen Bundesbürger ist das kein Problem, da er ja regelmäßiges Einkommen bezieht, und dies auf sein Girokonto überwiesen wird. Doch wahrscheinlich würdest Du staunen, wenn Du wüsstest, bei wie vielen Menschen in Deutschland es nicht so einfach zugeht. Spätestens dann, wenn sie eine Arbeitsstelle annehmen wollen, läuft nichts mehr ohne Bankkonto.

Die Lösung: das Guthabenkonto

Wir haben im Artikel über Kreditkarten gelernt, dass es auch Karten gibt, die nach außen hin nur aussehen, wie eine Kreditkarte, in Wirklichkeit aber gar keine sind – dies wird notwendig, wenn ein Mensch keine Kreditkarte bekommen kann, aber für verschiedene Geschäfte unbedingt eine benötigt. Dieses Modell gibt es auch für Girokonten. Man nennt es dann ein Guthabenkonto.

Wer braucht eigentlich ein Guthabenkonto?

Wem die Bank ein Girokonto einrichtet, der stellt immer ein gewisses Risiko dar – das Ausfallrisiko. Um dieses Risiko kleinzuhalten, hat die Bank immer zwei Bedingungen. Die erste ist ein regelmäßiges Einkommen, das über einige Monate beobachtet wird, bevor ein Disporahmen eingerichtet wird. Die zweite ist ein unbelasteter Eintrag bei den Auskunfteien – damit ist die Schufa gemeint, Creditreform oder Arvato Infoscore. Wenn Du eine davon nicht erfüllen kannst, gibt es kein Girokonto. Dann kommst Du um das Guthabenkonto nicht herum.

Mit Geld vermagst Du zwar kein Glück zu kaufen, aber eine Yacht, die auf gleicher Höhe mitsegeln kann!

(David Lee Roth)

Gerade der Schufa-Eintrag ist für viele Menschen ein Problem, selbst wenn sie es gar nicht wissen. Natürlich – wenn Du eine Schuld nicht rechtzeitig begleichst, und es ins gerichtliche Mahnverfahren geht, dann ist ein Schufa-Eintrag keine Überraschung. Hast Du die Schuld aber beglichen, dann gibt es keinen Grund mehr für den Eintrag, und er wird nach einer gewissen Zeit wieder gelöscht. Was aber bleibt, ist die Information, dass es schon einmal einen Eintrag gab, auch wenn es aktuell keinen gibt. Für manche Banken genügt das schon, um den Interessenten abzuweisen.

Selbst wenn der Eintrag unberechtigt war, bleibt die Schufa ‚besudelt‘. Beispiel: angenommen, Du hast Bezahlfernsehen abonniert. Nach einer Weile langweilt Dich das Programm, und Du kündigst das Abo ordentlich. Der Anbieter schickt Dir aber weiterhin Rechnungen. Du denkst Dir nichts, und schmeißt die Rechnungen weg, auch die Mahnungen und die Vollstreckungsankündigung. Irgendwann kündigt sich der Gerichtsvollzieher an, und Du denkst Dir jetzt rufst Du die Leute mal an, damit das aufhört.

Du schickst ihnen eine Kopie der Kündigungsbestätigung, und sie entschuldigen sich für die Unannehmlichkeiten. Das Mahnverfahren wird gestoppt, und Du glaubst, jetzt hast Du Deine Ruhe. Pustekuchen! Der Schufa-Eintrag bleibt. Auch mit der Schufa kannst Du verhandeln, und wenn Du ihnen die Sachlage erklärst und dokumentierst, dann wird zwar der Eintrag zum Mahnverfahren gelöscht, aber auch hier bleibt wieder die Information, dass es einmal einen Eintrag gab. Und dann: siehe oben. Kein Girokonto.

Guthabenkonto – das Konto ohne Risiko für die Bank

Weil das Konto immer ein Guthaben besitzt, geht die Bank kein Ausfallrisiko ein. Daher der Name. Deshalb gibt es solche Konten auch für Menschen ohne regelmäßiges Einkommen, und solche mit einer Busladung voll Eintragungen bei der Schufa. Aber die Sache hat einen Haken.

Während die Banken von Überziehungszinsen des Girokontos einigermaßen gut leben können, kosten die Guthabenkonten immer monatliche Gebühren. Hier lohnt sich der Vergleich – und den findest Du hier bei uns auf 1×1-FINANCE [VERLINKEN!]. Doch damit nicht genug! Für die Bank gibt es – neben dem Risiko – nichts teureres als Mitarbeiter. Wenn Du also in die Filiale marschierst, um Geld abzuheben oder einzubezahlen, dann wird häufig eine weitere Gebühr fällig. Auch Onlinebanking kann zusätzliches Geld kosten, Bargeld vom Automaten, oder Bezahlung im Laden mit Karte. Deshalb schau genau hin, bevor Du etwas unterschreibst.

Auch ein reines Guthabenkonto kann viel Geld aufnehmen

Bankkarte oder EC-Karte

Heutzutage ist es fast kein Unterschied mehr, doch eine EC-Karte hat einen bedeutenden Vorteil gegenüber der Bankkarte: Bei der EC-Karte versichert Deine Bank dem Verkäufer, dass er auf jeden Fall sein Geld bekommt, auch wenn Dein Konto schon überzogen ist – und kümmert sich dann darum, das Geld bei Dir einzutreiben. Die Bankkarte wird einfach nicht funktionieren, wenn Dein Konto kein Guthaben aufweist.

Der Unterschied fällt fast schon unter den Tisch, da bei einer Kartenzahlung im Laden ohnehin die Verfügbarkeit von Guthaben elektronisch geprüft wird, auch bei EC-Karten. Ohne Geld funktioniert auch die EC-Karte nicht mehr, anders als früher.

Fazit

Wenn Dir keine Bank ein Girokonto genehmigen will, dann hilft das Guthabenkonto. Damit dieser Spaß nicht zu teuer wird, lies unsere Ratgeberseiten – dann bist Du auf der Gewinnerseite!

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Sanja Plevovic

Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, wirklich hilfreiche Informationen zu verfassen. Deshalb lehne ich jegliche Werbung in meinen Texten ab.

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